Vom Leitungshaus des Frauenzuchthauses zum

Restaurant „Zur Schloßwache“

Eingebettet in die historische Kulisse des Delitzscher Barockschlosses erzählt unser Haus eine Geschichte, die weit über seine Mauern hinausreicht. Wo heute Gäste bei gutem Essen und herzlicher Gastlichkeit verweilen, wurde einst preußische Disziplin gewahrt und Verwaltungsgeschichte geschrieben.

Das Delitzscher Schloss blickt auf eine lange und wechselvolle Vergangenheit zurück. Aus einer mittelalterlichen Wasserburg hervorgegangen, diente es im Laufe der Jahrhunderte Fürsten, Militär und schließlich dem preußischen Staat. Nachdem das Schloss im 18. und frühen 19. Jahrhundert militärisch genutzt worden war – zunächst als Garnison, später als Artillerieschule – beschloss die königlich-preußische Regierung in Merseburg im Jahr 1855, die Anlage grundlegend umzubauen.

Ab 1860 nahm das Schloss als Frauenzuchthaus seinen Betrieb auf. Es war die zentrale Strafanstalt für Frauen in der gesamten preußischen Provinz Sachsen. Im Schloss selbst befanden sich die Schlafsäle und Arbeitsräume von bis zu 300 Insassinnen, während die Gebäude des Schlossbezirks – darunter das heutige Haus „Zur Schloßwache“ – Verwaltungszwecken dienten.

Hier, in unserem Haus, hatte die Leitung der Strafanstalt ihren Sitz. Von diesen Räumen aus wurde das tägliche Leben innerhalb der hohen Schlossmauern organisiert – die Arbeit, die Aufsicht, die Verwaltung und die strengen Regeln, die den Alltag der Frauen bestimmten.

Nach mehr als sechs Jahrzehnten endete diese Epoche im Jahr 1926 mit der Auflösung der Strafanstalt. Das Gebäude verlor seine Funktion als Leitungshaus und wurde in den folgenden Jahrzehnten unterschiedlich genutzt, bevor es schließlich einer neuen Bestimmung zugeführt wurde: der Gastlichkeit.

Heute steht die „Schloßwache“ für Offenheit, Begegnung und Genuss. Wo einst Ordnung und Strenge herrschten, laden nun warme Farben, gute Gespräche und feine Speisen zum Verweilen ein. In jedem Raum lebt ein Stück Geschichte fort – als stiller Zeuge vergangener Zeiten und als Symbol für den Wandel, den dieses Haus erlebt hat: vom Ort der Verwaltung und Aufsicht zum Ort der Freude und des Zusammenseins.

Öffnungszeiten

Montag und Dienstag: Ruhetag
Mittwoch: 17.00 – 22.00 Uhr
Donnerstag: 11.00 – 14.00 Uhr und 17.30 – 22.00 Uhr
Freitag: 11.00 – 14.00 Uhr und 17.30 – 22.00 Uhr
Samstag: 11.00 – 23.00 Uhr
Sonntag: 11.00 – 21.00 Uhr

(Sowie nach Vereinbarung außerhalb der Öffnungszeiten. Küche immer bis 1 Stunde vor Schließung.)

Selbige Zeiten gelten auch für unseren Abholservice.
Die letzte Bestellung im Abholservice nehmen wir eine Stunde vor Küchenschluss entgegen.
An reservierungsfreien Tagen behalten wir uns eine kurzfristige Schließung und somit eine Öffnungszeitenänderung vor.
Aus Planungsgründen bitten wir um eine vorherige Reservierung unter: